… inzwischen im kreativsein.blog

Lieber Leser (sofern Du noch da bist),

willst Du gerne (wieder) weiter lesen, was Sandra so schreibt?

Dann habe ich gute Neuigkeiten:

Sandra schreibt inzwischen im kreativsein.blog

Warum?

Ich kann mich einfach nicht entscheiden, ob ich lieber Schrifsteller sein will oder Künstler, Schreiner, Fotograf, Designer, Goldschmied oder vielleicht Architekt?

Also habe ich beschlossen mich einfach nicht zu entscheiden. Ich bin einfach alles was kreativ ist!

5 Wochen lang. 1 kreatives Projekt. Sei dabei!

Immer wieder. Alle 5 Wochen…

Neuigierig?

Besuche den kreativsein.blog

 

Und sei selbst kreativ!

 

Ich freue mich auf Deine Gesellschaft.

Kreative Grüße,

Deine Sandra

P.S. ich schreibe nur noch im kreativsein.blog und werde diesen Blog bald abschalten.

Als Zauberzunge mich rief

„Es fiel Regen in jener Nacht, ein feiner, wispernder Regen.“

Mit diesen Worten begann meine Reise in die Welt von „Tintenherz“. Es warteten 59 Zwischenstopps als Kapitel mit Überschriften. Unter den Überschriften klebten Zitate aus anderen Geschichten wie Suchanzeigen an Pinnwänden in Backpacker-Hostels. Sie sollten mich daran erinnern, dass es in der Welt der Bücher noch einiges mehr zu entdecken gab und diese Geschichte sich vor allem um Geschichten drehte. Das zwölfjährige Mädchen Meggie und ihr Vater holten mich zusammen mit einem Fremden, der einen Marder im Rucksack trug, vom Flughafen ab. Mit einem schwarz-weiß gestreiften VW-Bus fuhren wir gemeinsam zur Villa von Tante Elinor. Diese wohnte dort mit Büchern, Büchern und noch mehr Büchern, die sich auch außerhalb ihrer wertvollen Bibliothek bis zur Decke türmten. Auch Meggies Vater war ein Büchernarr, passenderweise Buchbinder von Beruf. Er wollte ein geheimnisvolles Buch in Elinors Bibliothek verstecken…

Es handelte sich um das Buch, in dem 9 Jahre zuvor Meggies Mutter verschwand. Versehentlich. Statt ihr standen plötzlich einige Gestalten aus dem Buch im Wohnzimmer, wo Meggies Vater Mo gerade noch aus dem Buch vorgelesen hatte. Man nannte ihn daher auch „Zauberzunge“. Auf zauberhafte Weise besaß er diese Gabe Dinge und Wesen aus Büchern herauszulesen. Der Klang seiner Stimme rief sie herbei und vermischte dadurch die Realität surreal mit der Geschichte. Für alles was herauskam, verschwand etwas Anderes in der Geschichte. So wie ich.

Ich war plötzlich mittendrin in diesem Abenteuer über einen unheimlichen Mann namens Capricorn und seinen gefährlichen Männern in einem verlassenen italienischen Dorf. Sie schraken vor nichts zurück, um das geheimnisvolle Buch zu bekommen und es zu vernichten. Mehrere Tage lebte ich als arme Magd an der Seite von Capricorn und beobachtete Meggie, ihren Vater, Tante Elinor, einen Marder mit zwei Hörnern, dessen Herrchen und Schausteller Staubfinger, Glasmänner, Feen und Kobolde, wie sie in das Dorf kamen und flohen, gefangen wurden, sich hinaus und hineinschlichen, Pläne schmiedeten, lasen und schrieben, um das Buch zu retten. Über 566 Seiten hangelte ich mich von einem Geheimnis zum Nächsten und erfreute mich an den vielen tollen Ideen. Nach jeder Enthüllung tauchte ein neues Geheimnis auf, so dass ich bis zur letzten Seite auf magische Weise in Tintenherz festgehalten wurde.

Dieses Reiseziel war wirklich zauberhaft und verabschiedet sich am Ende mit folgender Weisheit:

„Mit Zauberei hat das Geschichtenschreiben eben auch zu tun.“

Was zaubert ihr so?

Flug gebucht zu Tante Elinor!

Mein Entschluss die Reise in die Welt der Schriftsteller wieder aufzunehmen ist ernst! Ich habe diesmal gleich einen Flug gebucht!

Nach meinem ersten Aufbruch über das Meer aus Tinte war ich seekrank geworden und musste meine Reise aus gesundheitlichen Gründen unterbrechen. Außerdem dauert es ewig irgendwo anzukommen, wenn Du mit einem Schiff über das Meer fährst. Diese Idee war vielleicht ein wenig naiv. Also fliege ich jetzt.

Wohin?

Mein nächstes Reiseziel ist ein Besuch bei Tante Elinor. Dort soll ein Buch versteckt sein, dass zu einem magischen Abenteuer führen soll. So steht es auf dem Flugticket.

Ich bin über Internet-Recherche auf diese Idee gekommen, weil es zu den 100 beliebtesten Reisezielen gehören soll und ich ein magisches Abenteuer reizvoll finde.

Am Flughafen treffe ich Cornelia Funke, die über den Besuch bei Tante Elinor einen Reiseführer Namens „Tintenherz“ geschrieben hat.

Sie erzählt:

„Wenn euch ein Erwachsener weismachen will, dass ihr vermutlich mit 11, aber spätestens mit 18 wisst, was für ein Beruf für euch der richtige ist, dann glaubt ihm kein Wort.“

Ich schmunzle und interessiere mich für ihren eigenen Werdegang.

Cornelia Funke begann ihre Berufslaufbahn als Sozialarbeiterin. Ein paar Jahre später wurde sie Illustratorin, wobei sie feststellen musste, dass ihr die Texte nicht gefielen, die sie illustieren sollte. Irgendwann fing sie schließlich an selbst Geschichten zu erfinden und erkannte erst im Alter von etwa 35 Jahren, dass sie nichts lieber tut und besser kann als das!

Wow. Ich bin beeindruckt.

Heute ist die gebürtige Hamburgerin 57, hat zwei Kinder, lebt in Kalifornien und sammelt Drachen. 2005 wurde sie außerdem von Times zu den 100 einflussreichsten Personen der Welt gewählt.

Sie gibt 3 Tipps um Schriftsteller zu werden:

  • Immer einen Stift dabeihaben
  • Lesen, Lesen, Lesen
  • Neugierig sein

Danke für die interessanten Einblicke! Noch mehr gibt es in ihrem fantastischen Schreibhaus.

Ich freue mich jetzt auf den Flug zu Tante Elinor.